Dienstreise zum Thema Smart Cities und Smart Mobility

Am kommenden Samstag trete ich meine erste Dienstreise als Abgeordnete des Bayerischen Landtags an. Das bayerische Wirtschaftsministerium organisiert eine Reise zu dem Thema Smart Cities/Bau und Smart Mobility nach China. Als größte Oppositionsfraktion darf unsere grüne Landtagsfraktion eine Vertreter*in für diese Reise benennen. Ich freue mich, dass ich als wirtschaftspolitische Sprecherin daran teilnehmen kann. Zum einen ist China aus wirtschaftspolitischer Perspektive ein äußerst interessantes Land, da die chinesische Wirtschaft von Innovationen geprägt ist. In China wurden 2018 weltweit die meisten Anträge für Patente, Markenzeichen und Geschmacksmuster hergestellt. Für Deutschland ist außerdem China größter Handelspartner und auch viele bayerische Unternehmen exportieren ihre Produkte nach China.

Im Bereich der Digitalisierung ist China Vorreiter, hier bin ich gespannt, wie sich das auf den ÖPNV und die Elektromobilität auswirkt. In Bayern haben wir noch einen weiten Weg vor uns bis wir über Smart Mobility sprechen können. Ich bin sehr interessiert, diese zukünftige Form der Mobilität vor Ort an konkreten Projekten besichtigen zu können und so auch Ideen zu erhalten, was wir in Bayern baldmöglichst umsetzen sollten.

Durch den direkten Einblick vor Ort erhoffe ich mir Informationen, die über die reine Lektüre dieser Volkwirtschaft hinausgehen. Zudem bin ich natürlich gespannt, wie sich die Rolle der Frau in der chinesischen Wirtschaft gestaltet. Wie hoch ist der Anteil in der Führungsebene? Wie sind die Kinderbetreuungsmöglichkeiten gestaltet? Gibt es eine „gender pay gap“ wie in Deutschland? Und viele weitere Fragen möchte ich durch die persönlichen Gespräche vor Ort klären.

Auf dieser Reise werden auch rund 50 bayerische Unternehmer*innen dabei sein, die sich in China neue Absatzmärkte für Ihre Produkte erhoffen. Ich werde diese Reise auch nutzen, um mit den Unternehmer*innen ins Gespräch zu kommen und so zu erfahren, was in der bayerischen Wirtschaftspolitik verändert bzw. verbessert muss.

Besonders freue ich mich über den Austausch mit den Vertreter*innen der Stadt Shenzhen, mit denen die Städte Nürnberg, Erlangen, Fürth und Schwabach eine erfolgreiche Regionalpartnerschaft seit 1997 verbindet. Unsere fränkische Metropolregion kooperiert seitdem in zahlreichen Technologiefeldern (z.B. Umwelt, Energie, Verkehr, Medizin und Kommunikation) mit den chinesischen Unternehmen in Shenzhen. Bereits im Vorfeld haben Herr Dreykorn, der im Wirtschaftsreferat der Stadt Fürth tätig ist, und ich Kontakt miteinander aufgenommen und uns gemeinsam auf den Austausch mit den Vertreter*innen der Stadt Shenzhen vorbereitet.

Auch wenn die Wirtschaftspolitik bei dieser Reise im Vordergrund steht, möchte ich mir natürlich auch ein Bild von der Einhaltung der Menschenrechte machen und werde dazu im Nachgang meiner Reise ausführlich berichten.

Ich kompensiere das CO2, das ich durch diese Reise verursachen werde. Ich habe mich für die Organisation myclimate entschieden.

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