Parlamentarisches Frühstück mit ChemDelta Bavaria

Parlamentarisches Frühstück von ChemDelta - mit Dr. Christoph von Reden, InfraServ, und Dr. Bernhard Langhammer, ChemDelta Bavaria

Am 27. März 2025 traf sich die Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen mit ChemDelta, einem Zusammenschluss von Unternehmen im Bayerischen Chemiedreieck. Es ging um die aktuellen Herausforderungen und die Zukunft der Chemieindustrie. Sie ist für Bayern ein extrem wichtiger Wirtschaftszweig im Hinblick auf Arbeitsplätze und Wertschöpfung – auch weil viele Branchen von chemischen Vorprodukten abhängig sind.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand das Thema Energieversorgung. Die Unternehmen arbeiten mit voller Kraft an Technologien und Projekten, um das Chemiedreieck in die Klimaneutralität zu führen, sie benötigen dafür aber große Mengen an regenerativer Energie. Die CSU-geführte Staatsregierung hat den Ausbau allerdings über Jahre blockiert. Vor allem die Verzögerungen bei der Netzinfrastruktur für Strom und Wasserstoff rächen sich jetzt. Bayern muss hier den Ausbau deutlich schneller voranbringen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Chemieindustrie zu sichern.

Weitere Themen, die angesprochen wurden, waren der Fachkräftemangel, die Verkehrsinfrastruktur und die Bürokratie. So zeigt sich beispielsweise immer wieder, dass Unternehmen, die sich in Bayern ansiedeln wollen, vor hohen bürokratischen Hürden stehen. Zuletzt hat das im ChemDelta das Fürther Unternehmen Pruvia erfahren, das ab Sommer 2025 eine der europaweit größten, kommerziellen Plastic-to-Oil-Anlagen für Kunststoff-Recycling dort errichten will. Es war ein steiniger Weg, das Grundstück vom Freistaat zu erwerben, doch am Ende ist es durch viel Eigeninitiative gelungen. Ich bin schon lange mit Pruvia im Kontakt und freue mich sehr darüber. Es ist wichtig, solche zukunftsweisenden Unternehmen in Bayern zu halten.

Zusammen mit meiner Fraktion setze ich mich dafür ein, dass Bayern auch weiterhin attraktiver Standort für eine starke Chemieindustrie bleibt und wir sie bestmöglich auf dem Weg in die Klimaneutralität unterstützen. Dazu müssen wir mit den Betrieben im engen Austausch bleiben, um die Weichen richtig stellen zu können. Danke daher für die gute Diskussion an alle Beteiligten!


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