Zusammen mit meiner Fraktionskollegin Sabine Weigand habe ich das Gründerzentrum SCHWUNG in Schwabach besucht. Es ist eines von insgesamt 22 kommunalen Gründerzentren in Bayern und schon seit 27 Jahren aktiv. Im SCHWUNG werden Existenzgründer*innen und junge Unternehmen unterstützt – mit Beratung zu Geschäftsmodellen und Finanzierung, mit Seminaren, Veranstaltungen und Räumlichkeiten. Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an Start-ups, sondern auch an kleine und mittelständische Unternehmen, etwa beim Technologietransfer oder bei Kooperationen.
Der Besuch hat mir erneut gezeigt, wie unterschiedlich sich Gründerzentren je nach Region entwickeln können. In Schwabach ist besonders die Azubi-Schmiede hervorzuheben: ein Angebot, das sich an Auszubildende aus allen Branchen richtet. Junge Menschen können hier zusätzliche Kompetenzen erwerben, die über ihre Fachausbildung hinausgehen. Das Angebot, organisiert von der städtischen Wirtschaftsförderung, umfasst zum Beispiel Präsentationstrainings oder Sprachkurse. Auszubildende schnuppern so schon in jungen Jahren Gründungsluft und können sich vernetzen. Ideale Voraussetzungen, um später selber einmal den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen.
Das Co-Working-Angebot im SCHWUNG wurde 2025 eröffnet und ist bewusst niedrigschwellig konzipiert: die voll ausgestatten Arbeitsplätze können tage- oder monatsweise gebucht werden, dazu kommen Besprechungs- und Seminarräume, die nicht nur Gründer*innen sondern auch Remote-Arbeitenden zur Verfügung stehen. Wer hier arbeitet, schätzt die produktive Arbeitsatmosphäre, die gute Infrastruktur sowie die Möglichkeit, Erfahrungen mit anderen auszutauschen und voneinander zu lernen.
Ein großer Vorteil ist auch der Standort Schwabach selbst: zentral gelegen in der Metropolregion Nürnberg, mit einer aktiven Wirtschafts- und Gewerbeflächenpolitik und engen Kontakten zu Institutionen, Behörden und Banken. Diese Rahmenbedingungen erleichtern Gründungen und stärken die Unternehmen langfristig. Bis heute hat das SCHWUNG über 160 Unternehmen begleitet und mehr als 400 Arbeitsplätze geschaffen. Geschäftsaufgaben gab es bisher nur wenige.
Zu diesem Erfolg trägt sicherlich bei, dass man nicht nur die Gründungsphase im Blick hat. Gründer*innen können bis zu acht Jahre im SCHWUNG bleiben und werden auch bei den nächsten Schritten unterstützt. Für die Zukunft denkt man hier über weitere Angebote und Möglichkeiten nach, auch eine stärkere Ausrichtung im Bereich KI und IT ist geplant. Das Ziel: Schwabach langfristig als Innovationsstandort zu stärken, immer mit Blick darauf, Wertschöpfung vor Ort zu generieren.
Ich nehme viele positive Eindrücke aus dem Besuch in Schwabach mit. Die Gespräche vor Ort waren sehr offen und konstruktiv. Wir bleiben in engem Austausch und ich werde dieses starke und zukunftsorientierte Projekt weiterhin gerne unterstützen.

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