Die Veranstaltung von UFF zum „Wählt-Frauen-Tag“ am 8. März 2026 hat großes Interesse geweckt, die Diele vom Babylon war gerammelt voll.
Je 2 Kandidatinnen pro demokratischer Partei haben sich mit den Fragen auseinandergesetzt zum Thema Politik in unserer Stadt = Politik für Frauen?
Sonja Grünauer von UFF und Jenny Homberger vom Zentrum gegen häusliche Gewalt (Frauenhaus) waren die beiden Moderatorinnen für das „Fish-Bowl“-Format.
Deutlich wurde, was die Menschen und gerade Frauen in unserer Stadt bewegt, die von den Gästen angesprochenen Themen und Fragen nach den Positionen der Kandadatinnen waren sehr vielfältig.
Sicherheit im öffentlichen Raum zum Beispiel, das geht von der Forderung, dunkle Ecken, Wege und Unterführungen besser zu beleuchten bis hin zu mehr Schutz vor häuslicher Gewalt.
Prävention und schnelle Beratung sind wichtige Forderungen, das Zemtrum gegen häusliche Gewalt ist immer noch so knapp finanziert, daß die Personaldecke dafür nicht ausreicht.
Bezahlbares Wohnen wurde intensiv diskutiert, die Forderung nach einer entsprechenden verbindlichen Quote anteilig im Wohnungsbau stand genauso im Raum wie die Frage nach realisitischen Umsetzungsmöglichkeiten für Investoren.
Haushalt und Finanzen, auch darüber wurde ausgiebig gesprochen, Frauen sind leider finanziell oft immer noch schlechter gestellt, Stichwort Arbeitsbiographie mit Familienthemen, Altersarmut betrifft vor allem Frauen Kosten für Wohnraum u.s.w.
Die Forderung nach „gender budgeting“ wurde gestellt, das bedeutet, die Haushalts- und Finanzplanung wird erarbeitet unter Berücksichtigung der Strategie, die Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen.
Umweltschutz und Klimagerechtigkeit, der Zusammenhang mit frauenpolitischen Themen wurde sichtbar, zum Beispiel bezogen auf den öffentlichen Nahverkehr, der auf das häuftg eindimensionale Nutzerverhalten von Männern (Arbeitsweg und zurück nachhause) abgestimmt ist, die Nutzung von Frauen ist häufig ein anderes (Kinder zum Kindergarten oder Schule, Arbeitsweg, Kinder abholen, einkaufen, Weg zum Sport oder die Musikschule….). Taktung und Streckenpläne berücksichten das nicht und somit werden viele Wege mit dem PKW erledigt, alles andere kostet oft zuviel Zeit.
Beratungsstelle für Betroffene von Rassismus, Fürth ist mit 42% der Menschen eine sehr vielfältige und bunte Stadt, das Miteinander funktioniert meistens sehr gut, trotzdem kommt es manchmal zu Vorfällen. die betroffenen Menschen brauchen eine Anlaufstelle, wo sie Unterstützung und Beratung finden.
Räume zum Austausch, Fürth bietet über Quartiersmanagement und Familienstützpunkt einige Möglichkeiten, der Zukunftssalon erweitert das Themenspektrum, es gibt das Frauenforum und viele engagierte Gruppierungen, als wichtig wurde herausgestellt, daß diese Anlaufstellen auch in Zeiten klammerer Kassen erhalten bleiben und sich entwickeln können.
Die letzte Frage des Abends war: Für welchen Antrag würden Sie sich entscheiden, wenn sichergestellt wäre, daß dieser im Stadtrat so beschlossen wird?
Die SPD hat sich für kostenfreie Bildung mit Qualität für alle entschieden, die Grünen für gendergerechtes Budgeting, die Linken für kostenlosen ÖPNV und die CSU für kostenlose Nachhilfe für alle Kinder.
Das Fazit für diese Veranstaltung ist uns UFF-Frauen wichtig:
Es gibt eine große thematische frauenpolitische Schnittmenge zwischen den Frauen der demokratischen Parteien.
Innerhalb dieser Schnittmenge sollten sich die zukünfitgen Stadträtinnen auf die Zusammenarbeit konzentrieren, die parteispezifischen Gegensätze respektvoll hintenanstellen.
Wenn die Stadträtinnen parteiübergreifend zusammenarbeiten, werden wir noch viel erreichen für die Frauen in Fürth.
Und – nichts ist unmöglich: der Generalstreik der Frauen in Island hat gezeigt, was erreichbar wird, wenn die Frauen zusammenhalten – wir sind zu (fast) allem bereit!
https://uff-fuerth.de/aktuelles
Auf dem Foto die Kandidatinnen von links nach rechts:
- Bündnis 90 / Die Grünen – Katrin Grünbaum und Johanna Barber
- CSU – Simone Wenning und Tiffany Wachhausen
- SPD – Sarah Jonescu und Alexandra Richter
- Die Linke – Bettina Waggeg und Martina Pastuszyk

Artikel kommentieren