Vortrag beim Verband der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Bayern

Am 19. Juli durfte ich beim Verband der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Bayern einen Vortrag zum Positionspapier „Innovationstreiberin Industrie – Fortschritt mit Tradition“ der Grünen Landtagsfraktion halten. In dem Konzeptpapier geht es vorrangig darum, wie wir die Industrie in Bayern so umbauen können, dass wir Standortsicherheit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zusammenbekommen.

Der Vortrag skizzierte die aktuellen Herausforderungen der Industrie in Bayern und die Grünen Lösungsansätze, um diese zu bewältigen. Ein Zentrales Thema dabei ist die Energieversorgung, die Umrüstung auf erneuerbare Energiequellen sowie die Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit des Energiebedarfs. Zum nachhaltigen Wirtschaften gehören auch effizienter Ressourceneinsatz und regionale Wertschöpfung, ein Thema, das mir persönlich auch sehr wichtig ist. darüber hinaus bietet die Digitalisierung neue Chancen, die wir effektiv nutzen sollten. Hier gibt es vieles aufzuholen, das in den letzten Jahren verschleppt wurde, insbesondere wenn es um den Ausbau der digitalen Infrastruktur geht. Ein weiterer Dauerbrenner ist der allseits bekannte Fachkräftemangel, wo wir auch verschiedene Konzepte vorgelegt haben, um diesem entgegenzuwirken. Denn die Politik kann diesen gesamten Umbauprozess auf vielfältige Weise unterstützen.

Wir schlage unter anderem ein fifty-fity-Agreement vor, mit dem Staat und Wirtschaftsbetriebe gemeinsam an den Lösungen arbeiten und jeweils ihren Beitrag leisten. Denn wenn zwei sich entgegenkommen, wird der Weg kürzer. Außerdem möchten wir staatliche Investitionen viel stärker für den ökologischen Umbau der Wirtschaft verwenden und Vergabekriterien an nachhaltige Aspekte knüpfen. Auch in der Energiewende ist es Aufgabe der Politik, eine gut funktionierende Infrastruktur herzustellen, um Standortbedingungen aufrechtzuerhalten. Dazu gehört auch die Wasserstoff-Infrastruktur. Im Bereich der Ressourceneffizienz möchten wir ein “Circular Economy-Center Bayern” und eine bayerische Agentur für Kreislaufwirtschaft gründen sowie ein Förderprogramm für Recycling starten, um neue Konzepte für ressourcenschonende Produktionsmethoden zu voranzubringen. Hier ist auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Ausbildungsstätten notwendig, was gleichzeitig auch ein wichtiger Ansatz ist, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, Aber darüber hinaus braucht es auch schnellere und unkompliziertere Möglichkeiten zur Anerkennung von Qualifikationen aus dem Ausland und ein echtes Einwanderungsgesetz.

Ich möchte mich nochmal ausdrücklich für die Einladung und die Möglichkeit bedanken, unsere Konzepte vorzustellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

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