Kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden junge Menschen aus und sorgen für Wertschöpfung in unseren Regionen. Gleichzeitig stehen viele Betriebe vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, zunehmende Bürokratie und langwierige Genehmigungsverfahren bremsen Investitionen und Wachstum.
Deshalb haben wir GRÜNE im Bayerischen Landtag einen Antrag eingebracht, um kleine und mittlere Unternehmen gezielt zu entlasten. Künstliche Intelligenz soll stärker in Ausbildung, Studium und Weiterbildung verankert werden, damit Betriebe die Chancen neuer Technologien nutzen können und Fachkräfte die Kompetenzen von morgen erwerben.
Zudem fordern wir, dass neue Gesetze künftig konsequent auf ihre Auswirkungen für kleine und mittlere Unternehmen geprüft werden. Statt Regelungen aus Sicht großer Konzerne zu entwickeln und später Ausnahmen für den Mittelstand zu schaffen, muss die Perspektive der KMU von Anfang an mitgedacht werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Viele Unternehmen warten heute Monate oder sogar Jahre auf notwendige Genehmigungen. Das verzögert Investitionen, kostet Geld und schwächt den Wirtschaftsstandort Bayern. Durch Digitalisierung und schlankere Verfahren wollen wir dafür sorgen, dass Betriebe schneller planen und investieren können.
Leider wurde unser Antrag von den Regierungsfraktionen im Wirtschaftsausschuss abgelehnt. Damit wurden konkrete Vorschläge für weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und eine bessere Vorbereitung der Fachkräfte auf die Anforderungen der digitalen Zukunft nicht aufgegriffen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht der Mittelstand jedoch Unterstützung statt weiterer Hürden.
Wir werden uns deshalb weiterhin dafür einsetzen, dass kleine und mittlere Unternehmen die Rahmenbedingungen erhalten, die sie für Innovation, Investitionen und sichere Arbeitsplätze benötigen.

Artikel kommentieren