Werkzeug- und Formenbau als Schlüsselkompetenz stärken – Barbara Fuchs besucht Swoboda in Fürth

Beim Unternehmensbesuch bei Swoboda in Fürth hat sich die Landtagsabgeordnete Barbara Fuchs ein Bild von den aktuellen Herausforderungen der industriellen Produktion gemacht. Im Mittelpunkt stand dabei eine Kompetenz, die in Zeiten steigender Kosten zunehmend unter Druck gerät, für die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts aber von zentraler Bedeutung ist: der eigene Werkzeug- und Formenbau.

Bei Swoboda wird der Werkzeug- und Formenbau weiterhin im Unternehmen selbst geleistet. Das ist aufwendig und mit hohen Kosten verbunden. Gleichzeitig ist diese Fertigungstiefe ein wichtiger Bestandteil der Wertschöpfungskette: Nur wer die Werkzeuge und Formen selbst beherrscht, kann entscheidenden Einfluss auf Präzision, Qualität und die Weiterentwicklung des späteren Produkts nehmen.

Echter Werkzeug- und Formenbau ist kein Kostenfaktor, den man isoliert betrachten darf. Er ist eine Schlüsselkompetenz für die Qualität und Innovationsfähigkeit unserer Industrie. Wenn solche Fähigkeiten verloren gehen, holen wir sie nicht einfach kurzfristig zurück“, betont Barbara Fuchs nach ihrem Besuch.

Eine weitere große Belastung für das Unternehmen sind die weiterhin hohen Energiekosten. Gerade energieintensive Produktionsprozesse geraten dadurch im internationalen Wettbewerb zunehmend unter Druck. Für Fuchs ist deshalb klar: Industriepolitik muss dafür sorgen, dass Unternehmen in Deutschland verlässlich und zu wettbewerbsfähigen Preisen mit Energie versorgt werden können.

Wir brauchen einen deutlich schnelleren Ausbau der Stromnetze. Gleichzeitig müssen wir die Möglichkeiten von Pufferspeichern stärker nutzen, damit Strom dann verfügbar ist, wenn er gebraucht wird. Gerade für produzierende Unternehmen kann das einen wichtigen Beitrag leisten, Energieversorgung planbarer und bezahlbarer zu machen“, so Fuchs.

Der Besuch bei Swoboda zeigt aus ihrer Sicht exemplarisch, vor welchen Herausforderungen viele mittelständische Industrieunternehmen stehen: Sie verfügen über hochqualifiziertes Personal, spezialisierte Fertigungskompetenzen und jahrzehntelang gewachsene Erfahrung – und müssen gleichzeitig mit hohen Energiepreisen, steigenden Produktionskosten und einem immer härteren internationalen Wettbewerb umgehen.

Diese Branche braucht jetzt höchste Sichtbarkeit und Unterstützung. Wir dürfen nicht erst reagieren, wenn Wertschöpfung und Know-how bereits abgewandert sind. Werkzeug- und Formenbau, industrielle Fertigung und die damit verbundenen Kompetenzen sind das Rückgrat unseres Wirtschaftsstandorts. Sie verdienen politische Aufmerksamkeit und konkrete Unterstützung“, erklärt Barbara Fuchs.

Für Fuchs ist der Besuch deshalb auch ein Auftrag an die Politik: Die Rahmenbedingungen für produzierende Unternehmen müssen verbessert werden. Dazu gehören neben einer verlässlichen und bezahlbaren Energieversorgung insbesondere ein beschleunigter Netzausbau, bessere Möglichkeiten zur Speicherung von Energie und eine Industriepolitik, die den Erhalt von Wertschöpfung und technologischem Know-how in Bayern in den Mittelpunkt stellt.

„Wer industrielle Arbeitsplätze und Innovation in Bayern sichern will, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Unternehmen hier produzieren können. Swoboda zeigt eindrucksvoll, welche Kompetenz und Qualität in unseren Betrieben steckt. Diese Stärke müssen wir erhalten und ausbauen.“

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