Aus für das Frauenmuseum?

Barbara Fuchs vor dem „Museum Frauenkultur Regional – International“ im historischen Marstall

Landtagsabgeordnete Barbara Fuchs kritisiert Verkauf des historischen Marstalls – herber Schlag für den Kulturstandort Fürth

 

FÜRTH – Mit Bedauern nimmt die Fürther Landtagsabgeordnete Barbara Fuchs die Entscheidung des Stadtrats zum Verkauf des historischen Marstalls zur Kenntnis. Im Jahr 2006 bezog das einzige Frauenmuseum Bayerns die Räumlichkeiten am Burgfarrnbacher Schloss. Nun droht dieser Erfolgsgeschichte ein jähes Ende. Im Vorfeld gab es Zusagen, dass die Stadt einen geeigneten Alternativstandort anbieten wird. Stattdessen erfährt nun das Team des „Museums Frauenkultur Regional – International“ durch die heutige Berichterstattung der FN über die nun vollendeten Tatsachen und das, obwohl der Oberbürgermeister ein eng abgestimmtes Vorgehen in Aussicht gestellt hatte. Auch wenn der neue Eigentümer dem Frauenmuseum eine Übergangszeit von einem Jahr gewähren möchte, ist dennoch der Fortbestand der Kulturstätte existenziell bedroht.

„Wieder einmal wurden Fakten geschaffen, ohne dass die Stadt eine tragbare Lösung für das Frauenmuseum als bisherigen Hauptnutzer parat hat“, kritisiert Barbara Fuchs, MdL und sagt, „der achtlose Umgang mit dem Frauenmuseum stellt eindrücklich zur Schau welchen Stellenwert Kultur für die Stadtspitze hat.“

Die in der Vergangenheit ausgebliebenen Investitionen in die Gebäudesubstanz haben nun dazu geführt, dass die dringend benötigte Sanierung des Marstalls in kommunaler Hand unwirtschaftlich gewesen wäre.

„Dies zeigt symptomatisch die mangelnde Nachhaltigkeit des politischen Agierens der Stadtführung zu Lasten der Zukunftsentwicklung von Fürth“ resümiert die Landtagsabgeordnete Barbara Fuchs und findet, „auch wenn jetzt mit MIP ein vor Ort verwurzelter erfahrener Denkmalsanierer den Zuschlag erhalten hat, ist das Gebäude de facto für eine gemeinwohlorientierte Nutzung durch die Stadt unwiederbringlich verloren“.

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