Im Austausch mit Edeka und dem Bayerischen Handelsverband

Am 17. Februar war ich zu Besuch in Unterföhring und habe mir den Edeka Betrieb Stadler + Honner angesehen. Mit dem Geschäftsführer Hans-Jürgen Honner und Wolfgang Puff Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Handelsverbands konnte ich über die aktuellen Herausforderungen des Lebensmittelhandels sprechen. So haben wir unter anderem über die lückenhafte Nahversorgung im ländlichen Raum geredet, da die Städte weiterhin deutliche Standortvorteile besitzen. Ein weiteres Problem ist das Wettrüsten mit dem Online-Handel, der auch im Lebensmittelbereich eine immer stärkere Konkurrenz darstellt. Daher ist wichtig, dass wir dauerhaft einen fairen Wettbewerb und die Nahversorgung außerhalb der Städte sicherstellen. In einer Branche, in der drei von vier Angestellten Frauen sind, ist auch das Thema Teilzeitarbeit und Kinderbetreuung wichtig. Hier müssen wir vor allem dafür sorgen, dass Frauen auf der Suche nach flexiblen Arbeitszeiten nicht langfristig von Altersarmut bedroht sind. Der Handelsverband fordert zudem eine Beibehaltung der paritätischen Aufteilung der Sozialversicherungskosten und warnt vor zusätzlichem bürokratischem Aufwand bei Änderungen der Arbeitszeiterfassung. Die Erhöhung der Verdienstgrenze für Minijobs wird hingegen begrüßt. Außerdem sollten wir den Ausbau von Solarenergie auf ungenutzten Dachflächen stärker fördern, insbesondere auch die Einspeisung überschüssigen Stroms. Eine weitere Herausforderung ist auch die Diebstahlsicherung, da Videoüberwachung nicht erlaubt ist, Hausverbote nicht gespeichert werden können und auch die Strafverfolgung nicht konsequent erfolgt. Hier müssen wir einen Weg finden, Datenschutz und Diebstahlprävention miteinander zu vereinbaren.

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